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Zentrallabor

Leiterin:
Dr. med. Astrid Löscher
Zentrallabor

Aquaporin 4 Autoantikörper (AQP 4)

Aquaporine (lat.: aqua - Wasser, porus - Öffnung) sind Proteine, die in der Zellmembran Kanäle bilden, damit Wasser und einige weitere kleine Moleküle leichter passieren können. Sie kommen in allen Lebewesen mit Zellmembran vor.

Autoantikörper gegen AQP4 lassen sich bei der Erkrankung des zentralen Nervensystems, Neuromyelitis optica, auch bekannt als Devic-Syndrom, finden. Neuromyelitis optica ist eine seltene, autoimmun bedingte, entzündliche Erkrankung. Dabei tritt gleichzeitig mit der Demyelinisierung die Entzündung von mindestens einem Sehnerv und des Rückenmarks auf. Symptome sind Sehstörungen bis zur Erblindung eines oder beider Augen innerhalb von einigen Stunden oder Tagen. Rückenmarksläsionen führen zu Muskelschwächen, Gefühlsstörungen oder sogar zu Lähmungen von Armen und Beinen. Auch können Funktionsstörungen der Blase oder des Darms auftreten.

Das Devic-Syndrom stellt eine Differentialdiagnose zur Multiplen Sklerose dar. Frauen erkranken neunmal häufiger an Neuromyelitis optica als Männer. Bei Multipler Sklerose liegt das Verhältnis bei 2:1. Um die Diagnose des Devic-Syndroms stellen zu können, sollten neben den Leitsymptomen einer Myelitis auch Antikörper gegen AQP4 nachweisbar sein.

 

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